Überspringen zu Hauptinhalt
040 325 455 0 info@heidrunjuergens.de Login

Hobbys im Lebenslauf – Mehr als Lesen, Schwimmen, Fahrrad fahren

Beim Lebenslauf in der Bewerbung sollte der Schwerpunkt auf der Karriere und den beruflichen Qualifikationen liegen. Doch auch persönliche Eigenschaften können das sprichwörtliche Zünglein an der Waage sein.

Es macht also durchaus Sinn, ein wenig über diesen häufig und zu Unrecht wenig beachteten Teil der Bewerbung nachzudenken. In diesem Artikel zeigen wir wie man Hobbys, Interessen und Engagements außerhalb der Berufswelt in der Bewerbung gekonnt in Szene setzt und wann man mit Hobbys punkten kann.

Wichtig: „Hobbys„, nicht „Hobbies

Aus dem Englischen eingedeutschte Begriffe, die auf -y enden, werden im Deutschen und im Plural mit -ys geschrieben. Die leider viel zu häufig verwendete Schreibweise mit -ie ist falsch. Genauso falsch sind übrigens die Pluralformen: Stories und Handies etc.

Das eigene Bild abrunden

Je umfassender das Bild des Kandidaten ist, desto besser können Personaler erkennen, dass man womöglich auf die ausgeschriebene Stelle passt. Die Angabe von Hobbys, ehrenamtlichen Engagements und anderen eher persönlichen Interessen und Aktivitäten können aber den Unterschied zu gleich qualifizierten Bewerbern machen, Sympathien und Neugier wecken und einen guten Eindruck wirkungsvoll abrunden. Aber nicht alle Hobbys wirken gleich positiv. Manch eine Freizeitbeschäftigung kann auch zum Bewerbungskiller werden.

Natürlich sind Hobbys kein Muss in der Bewerbung. Wenn überhaupt, dann platziert man sie am Ende des Lebenslaufs, sodass sie als Ergänzung der Persönlichkeit und Hinweis auf die Vielseitigkeit der Interessen eines Bewerbers dienen. Meist werden Hobbys viel zu oft nur als langweilige Ergänzungen von Standards wie kochen, lesen oder joggen genutzt. Aber: Auch hier kann man punkten oder aber im schlimmsten Fall auch ganz schön daneben liegen.

Gute Hobbys – schlechte Hobbys

Aber was unterscheidet ein geeignetes von einem ungeeigneten Hobby? Das kommt nicht nur auf die Stelle an, auf die man sich bewirbt. Zunächst wollen Sie mit der Angabe im besten Fall Interesse wecken, vielleicht ist ihr Hobby ungewöhnlich und spannend – das bietet Gesprächspotenzial und kann im Vorstellungsgespräch zum Beispiel ein sympathisches Schlussthema sein. Vielleicht möchten Sie aber auch zeigen, dass Sie Herausforderungen mögen, die Sie konzentriert und diszipliniert bewältigen.

man waking on rope
Nicht alle Hobbys sind gut geeignet, um in der Bewerbung erwähnt zu werden.

Bouldern Sie gern oder gehen Sie ab und zu Segeln? Wunderbar, dann sind sie wohl sportlich, konzentriert und aufmerksam. Aber auch Gruppenaktivitäten, Geocaching oder ehrenamtliches Engagement können Ihre Teamplayer-Qualitäten bezeugen, anspruchsvoll und spannend sein und Neugierig machen.

Aber was ist mit eher exzentrischen Freizeitaktivitäten wie Höhlentauchen oder Bergsteigen? Das ist sind nicht nur lebensgefährlich, derartige Aktivitäten stehen auch für eine hohe Risikobereitschaft und entlarven das Streben nach Nervenkitzel. Wer sich damit auf einen relativ normalen Beruf bewirbt, muss sich die Frage gefallen lassen, warum er glaube, dass ihm der Job nicht schnell langweilig werde. Oder aber derjenige disqualifiziert sich direkt für all diejenigen Branchen, die ein hohes Maß an Ruhe, Gewissenhaftigkeit und Bedacht verlangen. Auch sehr passive Hobbys sind keine gute Idee. Konsum-Aktivitäten wie Fernsehen, Kino und, in den Augen immer noch vieler Personaler, sogar Computerspiele können einen falschen Eindruck vermitteln.

Hobbys sind gut für Sie – nicht für andere

Grundsätzlich sollte man jedoch auch bei den Hobbys bei der Wahrheit bleiben. Stellen Sie sich zudem auf Rückfragen ein. Es bringt also nichts sich das vermeintlich beste Hobby auszudenken, nur um interessant zur wirken. Wenn bei der Nachfrage auffällt, dass man eigentlich gar nichts dazu zu sagen hat, ist das nicht nur peinlich, sondern auch kein gutes Ende des Vorstellungsgesprächs.

Hobbys zu haben lohnt sich aber aus vielerlei Gründen und sie bringen meistens nicht nur Spaß. So haben Psychologen herausgefunden, dass das aktive Ausführen eines oder mehrerer Hobbys ein wichtiges Merkmal erfolgreicher Menschen ist. Studien zeigen, dass je mehr man sich bei seinen Hobbys engagiert, desto kreativer und leistungsfähiger ist man auch im Job. Generell sollte man daher durchaus in Erwägung ziehen, dass ein oder andere Hobby zu pflegen, das hilft dann nicht nur bei der nächsten Bewerbung.